#frauenkram: Es muss nicht immer Body Positivity sein.

Eine etwas provokante Überschrift, das gebe ich zu. Denn eigentlich leben wir in einer Zeit, die Body Positivity nicht kennt und die Bewegung bekommt erst seit einiger Zeit richtige Dynamik und nun relativiere ich sie hier? Das ganze hat einen einfachen Grund: nicht immer klappt es gleich mit der Selbstliebe. Damit man nicht daran verzweifelt und sofort wieder in alte Muster zurückfällt, gibt es einen Zwischenschritt. Darüber hab ich auf der Seite von Kathrin alias Marshmallow Mädchen gelesen und ich möchte das gerne mit euch teilen.

Continue reading „#frauenkram: Es muss nicht immer Body Positivity sein.“

Advertisements

#frauenkram: #metoo – eine virale Reaktion auf den symptomatischen Scheiß von Harvey Weinstein

#metoo schrieb Alyssa Milano am 15. Oktober auf ihrem Twitter-Account. #ichauch sollen all jene (Frauen) schreiben, die in ihrem Leben bereits sexuell belästigt oder genötigt wurden. Ein Hashtag, der innerhalb kürzester Zeit viral ging. Es ist nicht die erste Aktion dieser Art, aber es ruft wieder in Erinnerung, wie viele Frauen davon betroffen sind und damit, wie selbstverständlich dieses Verhalten auch in der westlichen Welt noch zu sein scheint.

Continue reading „#frauenkram: #metoo – eine virale Reaktion auf den symptomatischen Scheiß von Harvey Weinstein“

#frauenkram: Was ist dein besonderes Talent?

Als ich letztens so durch die Blogosphäre streifte, las ich beim Zeilenende und seinen Assoziationen zur Sprache: „ich bin ein begnadeter Redner“. Toll. Finde ich echt super. Bin ich überhaupt nicht. Und ich beneide jeden wahnsinnig, der das gut kann. Ich kann das auch – so lange mir nicht mehr als 4 Menschen zuhören und dieses Publikum ungeplant zustande gekommen ist. Sobald ich in einer offiziellen Redenposition bin, sagte man mir schon „Sie benehmen sich, als hielte Ihnen jemand eine Pistole in den Rücken.“ Ganz so schlimm ist es heute zum Glück nicht mehr, aber von „begnadet“ bin ich ziemlich weit weg. Langer Rede kurzer Sinn, es war etwas anderes, das mich daran aufhorchen und darüber stolpern ließ.

„Ich bin ein begnadeter Redner.“

Continue reading „#frauenkram: Was ist dein besonderes Talent?“

#frauenkram: 8. März: Mein Beitrag zum internationalen Frauentag

Am 8. März ist der internationale Frauentag. Ich gestehe, dass ich das nicht wusste – bis Facebook mich darauf aufmerksam gemacht hat und mir eine liebe Freundin einen schönen internationalen Frauentag gewunschen hat.

Ich persönlich halte ja nicht soviel von diesen kollektiv begangenen internationalen Tagen des XY. Valentinstag, Muttertag, Tierschutztag, Toilettentag, Frauentag, etc. pp. Nicht, weil ich es per se schlecht finde, dass es solche Tage gibt, sondern weil sie in meinen Augen wenig bringen außer im besten Fall Einnahmen für Unternehmen, die daraus Kapital schlagen. Jeder Tag ist internationaler Tag für dieses und jenes und wir werden medial davon überschwemmt, was wiederum dazu beiträgt, die Aufmerksamkeitsspanne weiter zu reduzieren. Heute reden wir über Frauen, am 4. Oktober reden wir über Tiere, am 14. Februar reden wir über die Liebe und an jedem anderen Tag reden wir über irgendein anderes Thema. Das Thema des Vortages haben wir dabei schon wieder vergessen.

Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auf gewisse Dinge mehr zu fokussieren als auf andere, damit sie nicht beim nächsten Wimpernschlag in einer Flut neuer Informationen untergehen. Was bedeutet ein „internationaler Frauentag“? Was bedeutet er, wenn viele Frauen eigentlich nicht einmal wissen, dass es ihn gibt?

Continue reading „#frauenkram: 8. März: Mein Beitrag zum internationalen Frauentag“

#outdoorkram: Klettern statt Yoga oder Schubladen Ü30

Wenn man die frühen 20er und die mittleren 20er hinter sich gelassen hat, irgendwann sein/e Studium/Studien beendet und zu dem Teil der Bevölkerung gehört, der einem konventionellen Vollzeitjob nachgeht, bemerkt man, dass das ungleich viele Schreibtischsitzen dem Körper nicht besonders gut tut. Daraus entstehen für die einen mehr, für die anderen weniger Probleme und wenn man das Internet befragt, erntet man meist den Rat: mach‘ doch endlich Yoga!

Continue reading „#outdoorkram: Klettern statt Yoga oder Schubladen Ü30“

#frauenkram: „Hauptsache nicht mitte 30“

30 werden – ein großes Thema in der „Generation Y“, über die so vieles geschrieben wird, dass ohnehin keiner mehr weiß, was er davon halten soll. Diese Generation steht zwischen zwei völlig unterschiedlichen Kulturen. Die Generation vor ihr lebte weitgehend noch nach klassischen Rollenbildern, heiratete früh, bekam Kinder, machte nur in Ausnahmefällen Auslandserfahrung und war die erste mit einer hohen Scheidungsrate. Die Generation nach ihr lebt ein weitaus grenzenloseres Leben mit dem europäischen Gedanken, empfindet Lebensabschnittspartner und Patchworkfamilien und unsichere Wirtschaftssituationen als völlig normal. Und „wir“ sind irgendwo dazwischen. Annenmaykantereit singen

Und wenn ich dich dann frage, was du werden willst
Dann sagst du immer nur „Ich weiß nicht. Hauptsache nicht Mitte 30“

Continue reading „#frauenkram: „Hauptsache nicht mitte 30““

#frauenkram: Fräulein Freud und die große 3.

Am 5. Dezember 2016 jährte sich mein Geburtstag zum 30. Mal. Die „große 3“, wie ich sie halb ironisch und augenzwinkernd gerne nannte, war also gekommen. Selbstverständlich sind wir alle nur so alt wie wir uns fühlen und die Welt steht uns allen zum Glück mittlerweile in allen Jahrzehnten offen. Wir dürfen selbstbestimmt über unser Leben entscheiden und die Gesellschaft gibt nicht mehr vor, wann etwas im Leben eines Menschen zu passieren hat. Dennoch sind uns biologische Grenzen gesetzt. Wir werden älter. Unsere Interessen und Vorlieben verändern sich. Wir verändern uns. Und das ist auch gut so. Jedes Jahrzehnt, das man durchlebt, ist mit gewissen Erwartungen und Vorurteilen behaftet. Die rebellischen Teenagerjahre, das Lotterleben der 20er, das Settlement in den 30ern. Die Midlife Crisis in den 40ern, die goldenen 50er und weiter in die Zukunft bin ich noch nicht informiert. Vielleicht möchte ich künftig über die Dinge, die meine 30er bestimmen, hier gesondert schreiben. Wir werden sehen, ob etwas daraus wird.